Adventskalender online

Jedes Jahr will es wohl die Tradition, dass Unternehmen und andere Institutionen online ihre Adventskalender veröffentlichen und uns in den Glauben lullen, wir könnten hier massenweise Preise abräumen. Ich hab mir mal den Spaß gemacht, die Dinger zu sammeln.

Also nur ein paar, bei denen man auch etwas Vernünftiges gewinnen oder abholen kann – keine Rabatte oder sonstigen Vergünstigungen, die einen zum Kaufen animieren sollen. Die Türchen kann man übrigens meist nur am Tag selbst öffnen – wer zu spät kommt…

Aktiv Online – Quizfrage zu beantworten, Lösung in verlinkten Beitrag

AVM – Bestätigung per Mail gefragt

Bike – Alles rund ums Mountainbiken

Casio – Vorsicht, Dudelmucke

Chip – Software-Vollversionen zum Download, wichtig: Registriercode notieren

Com Online – Das Formular verlangt auch den Namen einer Firma

Computerbild – Registrierung gefragt

Connox – verlost Möbel und Wohnaccessoires

Disney – hier muss man ein Disney-Konto anlegen

Edeka – Angabe der Adressdaten gefordert

Freenet – Name, E-Mail, ab dafür

Gamestar – Adressdaten und Geburtsdatum gefordert

Handelsblatt – Für eine Gewinnchance muss eine Frage beantwortet werden

heise – Software-Vollversionen zum Download, teilweise Registrierung über Mailadresse erforderlich

Kölner Stadtanzeiger – Bestätigung per Mail erforderlich

Netzwelt – Chancen können durch Teilen in sozialen Medien steigen

PC-Welt – Software-Vollversionen zum Download, teilweise Registrierung über Mailadresse erforderlich

Sandberg – Registrierung per Gurgelaccount oder Facebook möglich

Stiftung Warentest – möchte auch die Adresse und verlost neben Hardware auch Abos

SyFy – E-Mail gefragt

TV Movie – Nur E-Mail-Adresse eintragen und teilnehmen

Bei der Wirtschaftswoche gibt es ein Quiz mit Tagesgewinnen über den gesamten Dezember, bei dem man sich mit 20 richtig beantworteten Fragen für die Verlosung eines Hauptgewinns qualifiziert.

Wer weiter stöbern möchte, kann das in der t3n-Übersicht.

 

Independence Day 2 & Star Trek Beyond

Was Kino kann, kann nur Kino. Das gilt vor allem für diese beiden Bombast-Blockbuster. Die starteten im Wochenabstand, deswegen habe ich sie mir an einem Abend hintereinander in meinem Lieblingskino in Düsseldorf angeschaut. In Originalversion, mit 3D (anders liefen sie auch nicht) – letzteres sei geschenkt, darauf hätte man auch verzichten können. Da die Filme nachträglich angepasst wurden, entsprach das etwa dem Effekt, den man bei einem Fernseher hat, wenn man die „mach-das-Bild-mal-räumlich“-Funktion aktiviert.

Beide Filme haben aus vielen Ecken negative Kritiken bekommen – für mich ein Garant für beste Unterhaltung, und ich wurde nicht enttäuscht. Wer hier weiter lesen will, sei gewarnt, es könnten Spuren von Spoilern enthalten sein. Außerdem gebe ich hier nur einen kurzen Eindruck wieder. I’m a doctor, not a movie reviewer. Continue reading

Rot mit gelbem Häubchen

Bud Spencer ist tot. Damit starb für viele im Netz und auch mich ein Held meiner Jugend. Ich will kurz erklären, warum.

Der Mann stand nicht für anspruchsvolles Entertainment. Seine Filme, allein oder mit Partner Terence Hill, waren in der Regel Haudrauf-Orgien. Aber genau deswegen waren sie damals etwas besonderes. Mein erster Film mit Bud Spencer war „Zwei wie Pech und Schwefel“. Der Moment, als ich mit meinem Freund U. ins Kino ging, war besonders: endlich konnte man Gewalt anschauen und sich darüber amüsieren. Für jemand wie mich, der im bürgerlichen Umfeld groß geworden und nie ernsthaft mit damit konfrontiert worden war, etwas besonderes. Denn auch das Fernsehprogramm, so man es schauen durfte, war ja meist weichgespült.

Aber die Filme hatten auch andere Momente, deren Loriothaftigkeit einem häufig erst viel später auffiel. Etwa die Verhonepipelung der Mafia, die legendäre Chorszene oder das Autorennen. So hoffe ich, dass für Bud Spencer da oben ein Strandbuggy wartet. Rot, mit gelbem Häubchen.

10 Erkenntnisse von der #rpTEN

  1. Auf einer solchen Veranstaltung geht es für mich immer um zwei Dinge: Menschen und Inhalte. Und zwar genau in dieser Reihenfolge.
  2. Viele verstehen die re:publica nicht, wenn ich so eine Frage noch bei der zehnten Auflage lesen muss.
  3. Ich verstehe die re:publica bestimmt auch nicht. Manchmal kam ich mir vor wie ein Veganer auf einem Kongress der Viehbarone.
  4. Beispiel: Der Jugendliche, der „Erwachsenen“ Snapchat erklären sollte, hat mich dazu gebracht, vorerst die Finger davon zu lassen.
  5. Ich habe selten eine so perfekte Organisation erlebt, wo bis ins kleinste Detail alles stimmte. CI bis zum Toilettenschild. Viele, leise, freundliche und effektive Helfer. Da kann sich sogar die CeBIT eine Scheibe von abschneiden.
  6. VR ist das Kino der Zukunft, aber erst wenn die Technik besser wird und Menschen sich daran gewöhnt haben. Beim VR-Experiment Doghouse sahen fünf Personen, darunter auch ich, einen Film aus der Perspektive je Mitglieds einer Familie bzw. der Freundin bei einem gemeinsamen Abendessen mit zum Teil problematischem Verlauf. Das Erlebnis war beeindruckend. Ich habe jedoch die Szenen nur verschwommen sehen können (vielleicht wegen meiner Weitsichtigkeit), und anderen aus unserer Gruppe wurde sogar schlecht. Außerdem habe ich eine Ahnung, wie sich Stevie Wonder fühlen muss, wenn man unbemerkt fotografiert und das Bild veröffentlicht wird, ohne zu fragen (das Bild kann gerne bleiben, ich hab nichts dagegen).
  7. Mit aussagekräftigem T-Shirt ist man auf der Veranstaltung genau richtig gekleidet, auf der anschließenden Party bei der hippen PR-Butze aber sowas von nicht.
  8. Während die Ambitionen der großen Sessions häufig verpuffen (die Sketchnotes z. B. waren für mich nicht erhellend, geradezu banal), fand ich unter den kleinen Nebenveranstaltungen einige Perlen (z. B. der Praxis-Workshop Arduino oder die Session zu Amateurfunk).
  9. Bei den Menschenmassen musste ich erst einmal durchatmen, das ist man als Soloworker, der nicht auf viele solcher Veranstaltungen geht, nicht gewohnt, und dann frage ich mich: wie passen die alle in die vielen zum Teil kleinen Säle. Sit-Ins waren denn auch normal.
  10. Was für eine tolle Gemeinschaft unser Techniktagebuchteam doch ist. Note to self: beim nächsten Mal noch später zurückfliegen, damit man – wenn unsere Session so spät liegt – trotzdem dabei sein und mitmachen kann.

Arduino-Workshop auf der rpTEN rpten3 rpten4

Credo

Ich glaube
An das Licht in der Finsternis
An Trost in Krankheit
An Linderung im Schmerz
An Nähe in der Einsamkeit
An Klarheit trotz der Sucht
An die Harmonie des Chaos
Dass die Irren Recht haben
Dass die Zartherzigen siegen

Ich glaube
An den Aufstand gegen die Verhältnisse
An Versöhnung im Streit
An Gerechtigkeit die heilt
An Vergebung die die Vergebenden tröstet
An immer neues Vertrauen
Dass Grenzen fallen
und wir einander neu Heimat finden lassen

Ich glaube
An Gottes Anwesenheit
verborgen, unerkannt
in der Ohnmacht mächtig
an innige Gemeinschaft von oben und unten
von denen am Rand und denen an der Macht
die Schwachen in der Mitte
die Kinder auf dem Ehrenplatz
den Stummen das Wort
den Lahmen der Tanz

Ich glaube
An das Aufstehn mitten im Tod
An das Wunder neuen Lebens in dieser Welt
Und an die Herrlichkeit des ewigen Festsaals!

Amen

Quelle: Ilka Sobottke, Citykirche Konkordien, Mannheim 2016

aus dem TV-Gottesdienst in der ARD zu Karfreitag

Jahresendfragebogen 2015

Da gibt es schon zwei – für Interessierte: 2014, 2013

Zugenommen oder abgenommen?

Mehr, trotz 2x Teilnahme am Gruppenabnehmen. Aller guten Dinge sind da hoffentlich drei.

Haare länger oder kürzer?

So kurz wie nie zuvor.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Ich muss tatsächlich öfter als früher meine Lesebrille aufziehen.

Mehr Kohle oder weniger?

Tendenz gleichbleibend (zurzeit wenigstens nicht abwärts).

Mehr ausgegeben oder weniger?

Anfangs gleich, zum Ende sogar weniger.

Mehr bewegt oder weniger?

Weniger, das hat auch das Ergebnis von Frage 1 beeinflusst.

Der hirnrissigste Plan?

Es allen recht machen zu wollen. Am Ende verloren, zum Glück nur teilweise.

Die gefährlichste Unternehmung?

In diesem Jahr war es weitgehend ungefährlich.

Die teuerste Anschaffung?

Ein neues Tablet-Notebook für 400 Euro. Oh, und ein neuer Kat fürs Auto, der gleich doppelt so teuer war.

Das leckerste Essen?

Pommes Frites mit Chili-Käse-Soße bei KFC (ernsthaft – manchmal braucht man sowas einfach).

Das beeindruckendste Buch?

Das Telefonbuch (ernsthaft – es bewahrt trotzig seine Existenz).

Der ergreifendste Film?

Na was wohl. Star Wars – The Force awakens. In meinem Düsseldorfer Lieblingskino, mit 3D und in Originalversion.

Das beste Lied?

Somewhere over the rainbow

Das schönste Konzert?

Die Tango-Show vom 3. Januar. Das war nicht schwer, denn ich hab kein anderes besucht (es war wirklich schön).

Die meiste Zeit verbracht mit…?

Lernen.

Die schönste Zeit verbracht mit…?

Immer noch: der Familie.

Vorherrschendes Gefühl 2015?

Das Ende ist in Sicht!

2015 zum ersten Mal getan?

Auf die Re-Publica gefahren.

2015 nach langer Zeit wieder getan?

Gebloggt. Für eine richtige Zeitung geschrieben.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Kündigung einer Arbeit, in der mein Herzblut steckte. Auto kommt nicht durch TÜV (siehe auch Anschaffungs-Frage). Die verlorene Lehrstelle meiner Tochter.

Die wichtigste Sache, von der ich jemand überzeugen wollte?

Noch ein Jahr, dann ist es vorbei.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

O

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Nach wie vor Vertrauen in meine Fähigkeiten (allerdings andere als im letzten Jahr).

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

„Durch Sie habe ich das so gut verstanden, dass ich es sogar anderen zeigen konnte.“

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

„Noch ein Jahr, dann ist es vorbei.“

2015 war mit einem Wort…?

Silber (damit ist schon klar, was nächstes Jahr wird).