Nach Wer kennt wen, DingstaVZ, Xing, Twitter, Facebook buhlt seit kurzem Google Plus (von mir oft despektierlich Gurgelplus genannt) um die Aufmerksamkeit. Eine schöne straighte Oberfläche. Viele Kontakte in kurzer Zeit. Was in Twitter zwei Jahre und in Facebook zwei Monate brauchte, konnte man hier in zwei Wochen zusammen bekommen. Man erreicht Menschen, die bei Twitter wegen 100.000 Verfolgten nicht mal mehr reinschauen und bei denen man in Facebook bei einer Freundesanfrage entweder keine Antwort bekommt oder direkt die Meldung “Diese Person hat schon zu viele…”.
Doch mit dem neuen Dienst, so schön er auch sein mag, wächst auch die Belastung. Der Nachrichtenstrom, die Fülle an Informationen ist exponentiell gewachsen. Es tauchen Fragen auf: Poste ich einen Eintrag nur auf Twitter, nur auf Facebook, nur auf Google Plus oder auf allen dreien? Reagiere ich auf einen Eintrag oder bin ich nur Lurker, der irgendwann man aus den vielen Kreisen, in die man aufgenommen wurde, wieder rausfliegt, weil ich nichts Erheiterndes, Erhellendes, Erbauendes beitragen konnte?
Die Lösung ist, wie so oft, so einfach: I don’t care. Social Media Dienste sind wunderbare Kontaktinstrumente, aber sie füttern keine Tiere und drucken kein Geld (auch wenn andere Ihnen das weiß machen wollen). Insofern nehme ich sie zwar ernst, aber nicht wichtig. First things first. Und das ist nicht Social media.
Und was wo landet, entscheide ich von Fall zu Fall. Crosspostings sind möglich, aber nur wenn sinnvoll, keinesfalls automatisch.