Erfolgsjournal 3-2017

Eines meiner Tellerchen, die ich als Selbstständiger drehe, ist der Unterricht von Erwachsenen im „Büro-Dreikampf“ (Word, Excel, Powerpoint). Und es erfreut mich, wenn ich den absoluten Computermuffel in der Gruppe für Excel (was schon eine Herausforderung an sich ist) begeistern kann – mit Diagrammen („Jetzt kann ich meiner Frau endlich zeigen, dass sie im Monat viel zu viel Geld ausgibt!“).

Als jemand, der selbst außer iPhone und iPad keine „richtigen“ Apple-Computer im Einsatz hat, ist die Konfigurierung solcher Geräte immer eine besondere Herausforderung. Denn so wie liberal im liberalen Sinne nicht immer liberal ist, steht auch die vielzitierte Benutzerfreundlichkeit vor allem auf dem Papier. Egal – irgendwie hat es dann doch geklappt, den Drucker einzurichten, obwohl die Treiber auf der CD zu alt waren, dem Anwender nachvollziehbar das Scannen und Verschicken von Bildern zu zeigen sowie einen unbekannten E-Mail-Fehler in Outlook für Mac zu beheben, den im Internet sonst niemand hat und bei dem auch die Hotline des Telekommunikationsanbieters nur mit dem Finger auf Microsoft zeigen kann.

Erfolgsjournal 1/2-2017

Unter dem Motto „Was gut war“ berichten inzwischen immer mehr Blogger davon, wie es ihnen ergangen ist in der vergangenen Zeit. Das will ich auch tun, nicht zuletzt weil ein bekannter Erfolgsguru darauf schwört, dass es einen in sieben Jahren zum Millionär führt (leider nicht allein das…).

Seit Anfang des Jahres bin ich wieder glücklicher iPhone-6-Besitzer, diesmal in der Plus-Version und mit dem s hintendran – die 50%-Aktion der Telekom ließ mich günstig zuschlagen, auch außerhalb des Vertragsendes, denn ich brauchte sowieso eine Familienkarte. Ein zwischenzeitlich für drei Monate benutztes Samsung war zwar ganz nett, doch die Kamera darin war um Klassen schlechter, und ich merkte, wie sehr ich zwischendurch gute Bilder brauchte. Mit dem größeren Format lässt sich auch besser lesen, denn die Augen werden nicht besser…

Am letzten Wochenende hatte ich einen Vortrag, eine Powerpoint-Präsentation zum Thema Biometrie mit zugehörigem Fachbeitrag, der noch bewertet wird. Wenn das in trockenen Tüchern ist und alle Beteiligten einverstanden sind, werde ich hier noch den Link nachliefern bzw. es vielleicht sogar online stellen. Die Präsentation hat dem Fachpublikum jedenfalls sehr gut gefallen.

Immer wieder berichten Anwender von Problemen mit der Internetverbindung – der Router ist zwar online, doch Windows 10 meldet kein Internetzugang. Eine Fehlersuche durch Windows meldet nicht behobene IP-Verbindung. Die Lösung hierfür lautete: Ich musste den Treiber für die WLAN-Hardware im Gerätemanager deinstallieren und den PC neu starten. Dann installiert er den Treiber neu und stellt die Verbindung wieder her – und schon klappts auch mit dem Internet. Einen wirklichen Grund habe ich so aber nicht gefunden – doch immerhin drei Kunden seit Jahresbeginn helfen können.

Jahresbilanz 2016

Da gibt es schon drei – wer es wirklich wissen möchte: 20152014, 2013

Zugenommen oder abgenommen?

Es ging runter, und zwar zum Ende ordentlich (Stand aktuell: minus 3,8 kg), mehr Details siehe Website vom Gruppenabnehmen.

Haare länger oder kürzer?

Neuer Haarschneider, kurze Matte wie immer.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Keine große Änderung festgestellt.

Mehr Kohle oder weniger?

Mehr und weniger – mehr weil der Lehrerjob sich ausweitete, weniger, weil ein wichtiger Auftraggeber wegfiel.

Mehr ausgegeben oder weniger?

Eher weniger – weil Kinder ausgezogen sind und der Handyvertrag sich fast halbierte.

Mehr bewegt oder weniger?

Mehr, weil ich regelmäßig(er) ins Fitnessstudio ging.

Der hirnrissigste Plan?

Ohne Vorbereitung klappt das schon.

Die gefährlichste Unternehmung?

Ich lebe so ungefährlich, man könnte es fast spießig nennen.

Die teuerste Anschaffung?

Am Anfang des Jahres ein neuer PC plus großem Monitor. Und ein neues Auto (das zum Glück durch den guten Verkauf des alten nicht so teuer wurde). Himmel, ist das aufregend, was?

Das leckerste Essen?

Steak auf der Weihnachtsfeier unseres kleinen Familienunternehmens.

Das beeindruckendste Buch?

Mario Adorf: Himmel und Erde (ich mag Biografien, die von Günter Jauch war aber abtörnend).

Der ergreifendste Film?

Die Reportage über den Autor von Move on up.

Das beste Lied?

Das schönste Konzert?

Kein Live-Konzert dieses Jahr (siehe oben bei gefährliche Unternehmung).

Die meiste Zeit verbracht mit…?

Verstehen.

Die schönste Zeit verbracht mit…?

Nach wie vor: der Familie.

Vorherrschendes Gefühl 2016?

Ungewissheit.

2016 zum ersten Mal getan?

Handy im September gewechselt von iPhone zu Samsung mit Android (und Ende des Jahres zurück zum iPhone…)

2016 nach langer Zeit wieder?

Tanzschuhe gekauft, die werden heute abend eingesetzt!

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Insolvenz meines Hauptauftragsgebers. Brexit & Donald Trump (das ist für mich eins). Aufruhr in Köln (Anfang) und Terror in Berlin (Ende).

Die wichtigste Sache, von der ich jemand überzeugen wollte?

Das höhere Honorar ist wirklich gerechtfertigt.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Aufmerksamkeit.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Im Februar Rückkehr zum Job, den man mir im November 2015 genommen hatte, plus erweiterter Einsatz ab August.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

„Das hätte ich nie gedacht, dass es so viel Spaß macht.“

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

„Es spielt alles keine Rolle.“

2016 war mit einem Wort…?

Hochspannung ohne Blitzableiter.

Komma

Vor etwa dreißig Jahren entdeckten meine Eltern ein neues Hobby: Bauernmalen. Dabei wird ein Stück zunächst farbig gestrichen, dann auf einen hellen Kreis („Spiegel“) Ornamente, Naturmotive und anderes gemalt. Ist alles fertig, geht es zum Patinieren. Mit dunkler Ölfarbe reibt man über die Oberfläche und verleiht ihr so einen antiken Touch.

In der Hochphase war fast kein altes Möbelstück vor Acrylfarbe und Umbra-Tube sicher. Sogar einen Schleiflackschrank aus den Sechzigern verwandelte man so (unter Zuhilfenahme von Holzknubbeln) in einen, den der Almöhi hätte gebaut haben können. Und auch uns steckte man an: nachdem wir einige Stücke bewundert hatten, meldeten wir uns selbst zu einem Kurs an.

Der Kursleiter war Herr Hill, ein gestandener Volksmaler, ein knorriger, lieber Typ, der sonst auch viel mit Behinderten arbeitete. Im Tagungszentrum in der Eifel befand sich eine Werkstatt, wo wir unsere ersten Gehversuche unternahmen. Zunächst mussten wir jedoch so etwas wie das Äquivalent zum Tonleitern üben in der Musik tun: Kommas malen. Eine Stunde lang.

Einen Strich in der Malerei setzte man nicht einfach wie eine Linie, sondern mit Betonung, als Komma. Aus diesen Kommas werden dann die Formen, Figuren, Blüten, Blätter, Verzierungen und alles andere aufgebaut. Wenn man das Prinzip einmal begriffen und den Bogen raus hat (im wahrsten Sinne), ist der Unterschied zwischen einem Bild ohne oder mit Kommas sofort sichtbar. Nur letzteres ist lebendig, das andere einfach nur flach.

Geld verdienen kann man mit Bauernmalen nicht. Nachdem die gesamte Bekannt- und Verwandtschaft bauernbemalte Kisten, Kästen, Schilder, Töpfe etc. geschenkt bekommen hatte, verlor auch für meine Eltern das Hobby wieder seinen Reiz. Auf einem Bastelmarkt haben wir einmal „öffentlich“ gemalt und auch einige Objekte dabei, die wir verkaufen wollten (Milchkanne, Truhe, Namensschild). Das Interesse war eher mau, die Ausbeute Null. Niemand interessierte sich für die Meisterwerke aus Kommas.

Und so ist von der Bauernmalerei nicht viel geblieben – außer ein paar Objekte in diesem Stil in verschiedenen Wohnungen – sowie das Komma.