Hydra-Instrument

Unter den Methoden, die zur Bewältigung der Dinge, die man tun muss, empfohlen werden, steht eine simple Aufzählung dieser Dinge auf einem Blatt Papier ganz weit oben.

Ich nenne sie in Abwandlung ihres eigentlichen Namens “TADA”-Liste, und sie hat bei mir zu Beginn eines Tages sagen wir sieben bis zehn Einträge.

Manchen Menschen hilft sowas ungemein. Diszipliniert und mit geradem Blick arbeiten Sie Punkt für Punkt ab und streichen ihn durch oder machen einen Haken in das aus Wingdings extra als Aufzählungszeichen ausgesuchte Quadrat.

Es ist ja auch schön, Dinge zu erledigen, vor allem wenn sie wichtig sind. Doch ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich das nicht immer eindeutig festlegen lässt. Ein großer Management-Guru empfahl, immer zwei Dinge zu nehmen und sich zu fragen, was man machen würde, wenn man nur eine Sache erledigen könne. Das habe dann eine höhere Priorität.

Schön. Wenn sich das eindeutig bestimmen lässt. Aber manche Tasks sind wie Kinder im Bus: jeder will vorne sitzen und macht so viel Geschrei, dass es fast unmöglich ist, eine Entscheidung zu treffen.

Was aber viel schlimmer ist: diese Liste ist niemals zu Ende, und das kann einen fast in den Wahnsinn treiben. Häufig schafft man aus einem Potpourri von zehn Einträgen vielleicht zwei bis drei, dafür kommen aber im Laufe des Tages mindestens noch fünf neue hinzu. Davon schafft man auch welche, aber insgesamt bleibt der Arbeitsberg gleich hoch und breit und wird selten kleiner.

1989

Für ein Facebook-Mem hat mich Jörg Kantel gebeten, etwas zu mir im Jahr 1989 zu schreiben.

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Das müsste aus dieser Zeit stammen. Die Matte an der Unterkante ist ein Bart, jawohl.

1989 ist gerade in diesen Tagen das Jahr der Grenzöffnung, des “Mauerfalls”. Mit der DDR hatte ich selbst nicht viel am Hut, und deswegen war die Angelegenheit auch weniger emotional als bei Menschen, die Freunde oder Verwandte in der DDR hatten. Meine beiden Berührungspunkte waren eine Klassenfahrt an die “Zonengrenze” nach Hof in der neunten Klasse sowie die Bundeswehrzeit, bei der die DDR Teil eines möglichen Gegners im “V-Fall” gewesen wäre (zum Glück bis jetzt nur Konjunktiv). Die Öffnung der Mauer ist deswegen als Nachrichtenereignis an mir vorüber gegangen, ohne dass ich mich an Zeit und Ort meiner Existenz erinnern könnte.

1989 war ich im zweiten Jahr meiner Tätigkeit als Redakteur bei der Data Welt, die in PC Praxis umgenannt worden war. Ich betreute damals den Bereich “Tipps und Tricks”, was im Prinzip Dompteur für die verschiedenen freien Autoren zu sein bedeutete. Ich brachte mich selbst außer für den einen oder anderen selbst geschriebenen Artikel nicht groß in die Zeitschrift ein, und der Service-Bereich war zwar gerade in der PC Praxis recht umfangreich, doch nicht das, was prominent an erster Stelle auf dem Cover stand und Verkaufszahlen brachte.

Dennoch hatte die PC Praxis nach und nach Erfolg und konnte irgendwann sogar die als magisch geltende 200.000-verkaufte-Auflage-Grenze knacken. In 1989 aber noch lange nicht. In diesem Jahr wurde aus der Data Welt erst einmal die PC Praxis.

In diesem Jahr wirkte ich auch an meinem ersten Buch mit, dem Atari ST-Druckerbuch. Über meine Buchautortätigkeit erzähle ich noch mal extra.

In meinem Leben war ich gerade vier Jahre verheiratet, und wir überlegten uns, ob wir nicht ein Kind aus dem Ausland adoptieren sollten. Dass das anschließend fünf Jahre dauern würde, hätten wir uns im Traum auch nicht ausgedacht.

Und noch eine größere Aktion nahm ihren Anfang: wo ich mein Architektur-Studium schon nicht für einen vernünftigen Beruf nutzen konnte, entwarf ich mein eigenes Haus auf dem Grundstück meiner Schwiegereltern. Da im Hinterland bauen immer schwierig ist, mussten wir erst durch eine Bauvoranfrage.

27

In diesem Monat jährt sich zum 27. Mal mein Berufsstart als Journalist. Das war anfangs weniger spektakulär, als es zum Schluss werden sollte. Denn zu der Zeit steckte ich noch in einem anderen Leben, mit der Aussicht, nach Abschluss eines Studiums vielleicht einmal als Architekt zu arbeiten. Oder auch nicht. Schließlich war damals die Arbeitslosenrate der Architekten so hoch wie die der Lehrer.

Für Computer hatte ich mich schon immer interessiert. Und ich besaß einen Atari ST, mit dem ich nicht (nur) spielen und schreiben, sondern auch programmieren konnte (obwohl das bei dem schon nicht mehr so nötig war wie bei den anderen davor). Ich verschlang, was es als Zeitschriften gab, und vom Inhalt und Tenor gefiel mir besonders die Data Welt von Data Becker.

Als eine Anzeige erschien, man suche neue Redakteure oder  Praktikanten, bewarb ich mich und bekam tatsächlich die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Ich arbeitete eine Schnupperwoche, und Anfang November 87 startete meine Probezeit als Praktikant.

Nach einem halben Jahr wurde ich als Redakteur übernommen und blieb bis Ende Mai 1995. In den ersten Monaten arbeitete ich im Hardware-Ressort, was meine Arbeit prägen sollte. Zwar betreute ich danach mehrere Jahre das Ressort “Tipps und Tricks”, doch dann wechselte ich zu Hardware zurück und nach dem Weggang von Kollege Ralf Ockenfelds übernahm ich sogar die Leitung. In diesem Bereich liegt auch heute noch der Fokus meiner schriftstellerischen Tätigkeit. Ich verfasste auch einige Bücher zu dem Thema, doch das ist eine andere Geschichte…

Wirklich interessant ist, dass mir der Beruf des Journalisten und Autors wie das Kind zur Jungfrau kam. Zwar hatte ich Deutsch im Abitur und “schrieb” auch gerne. Doch dass ich einmal “aus Stroh Gold” spinnen könnte (denn das tun Autoren und Schreiber) hätte ich niemals gedacht, und auch nicht, dass es mit dem Schreiben allein beileibe nicht getan ist.

Wissen ist Macht, doch ohne Machen ist Wissen nichts

Wer sich etwas aneignen will, was er noch nicht kann, hatte nie mehr Möglichkeiten als heute.

Im Internet gibt es zu fast jedem Gebiet alles, was man wissen muss. PDFs und Webseiten voller Knowhow. In Videos zeigen Laien und Experten Inhalte, für die man früher in Vorträge gehen musste. In Bibliotheken stehen alle möglichen Werke, mit denen man lernen und üben kann. Der Zugang selbst zu Fachbibliotheken ist in vielen Universitäten und Fachhochschulen auch möglich, wenn man nicht dort eingeschrieben ist.

Doch leider gibt es zwei Faktoren, die man bei der Wissensnutzung unbedingt beachten muss.

Zum Glück ist es nicht das Finanzielle. Fast alles gibt es kostenlos oder für einen geringen Obolus. Ich stöbere zum Beispiel gerne in den ausgesonderten Büchern von Fachbibliotheken. Da sich die Technik beim Integrieren nicht so schnell ändert, kann man auch mit älteren Mathebüchern prima lernen und üben.

Das Problem ist vielmehr: was brauche ich und was nicht? So ist es zum Beispiel in der Elektrotechnik sinnvoll, wenn man weiß, wie man mit Vektoren umgeht. Holt man sich jedoch ein Buch über “Lineare Algebra” (wozu sowas gehört), dann bekommt man zum Teil mit Themen Kontakt, die einen nicht weiterhelfen, wie zum Beispiel die Ringtheorie.

Das zweite Problem: die besten Bücher bringen einem nichts, sofern sie nur im Schrank stehen. Und selbst das Lesen allein nützt nichts. Ich will hier keine wissenschaftlichen Untersuchungen zitieren, sondern viel mehr als evidenten (sprich selbst erlebten) Beweis anführen, dass man nicht umhin kommt, tatsächlich auch Aufgaben zu rechnen und zu lösen.

Die Top 10 meines Lebens

An so einer Liste kann ich natürlich nicht vorübergehen. Natürlich ist nicht nur ein Lied der genannten Künstler und Komponisten in meiner Playlist, aber das ist das eine, dass ich ausgesucht habe für diese Liste. Übrigens ist sie alphabetisch geordnet.

Da es eine sehr persönliche Liste ist, habe ich bei einigen Titeln dazu geschrieben, warum sie dabei sind. Bei anderen ist es einfach der geniale Interpret oder der Songtext oder beides zusammen.

Die Titel sind mit zugehörigen Videos auf Youtube verbunden. Vielleicht ist nicht in jedem Fall die beste Version verlinkt, aber eine, die einen guten Eindruck von der Musik gibt. Viel Vergnügen!

Abba: Thank you for the Music

Abba war Inbegriff der Musik in meiner Jugend, und nur dann, denn als sie aufhörten, war auch meine Jugend zuende.

Sarah Brightman: Anytime, anywhere

Die Musik wurde gespielt, als meine Oma beerdigt wurde. Seitdem gehört sie in diese Liste. Meine Oma kann schließlich nichts dafür, dass die Sängerin (sonst) so einen Schwulst verbreitet.

Udo Jürgens: Zieh den Kopf aus der Schlinge, Bruder John

Hier hat Udo Jürgens mal ein Lied nicht selbst komponiert, sondern auf das bekannte Kinderlied “Von den blauen Bergen kommen wir” adaptiert. Aber sein Text ist stellvertretend für so viele Situationen in meinem Leben, wo ich noch eine weitere Chance bekommen habe, obwohl ich gar nicht daran glauben konnte.

Diana Krall: Why Should I Care?

Diana Krall ist eine Sängerin mit einer Wahnsinnsstimme. So eine hatte sonst nur noch Karen Carpenter, die aber leider viel zu früh starb.

Modest Moussorgski: Bilder einer Ausstellung

Hier kann ich Ihnen leider nicht ersparen, den ganzen Zyklus zu hören, denn alle Stücke sind meisterlich, und insgesamt ja jedes auch nicht allzu lang.

Paganini: Rhapsodie über ein Thema von Paganini Nr. 18

Bei dem Stück muss ich an meinen leider viel zu früh gegangenen Vater denken, der das auch liebte. Und auch deswegen liebe ich das Stück.

Queen: Bohemian Rhapsody

Chorgesang vom Feinsten. Pop vom Feinsten.

Maurice Ravel: Bolero

Ein Stück wie ein siebzehnminütiger Siewissenschonwas.

Diiiidadadidadadaditdidadiiii….

Fred Sahin-Scholl: Carpe Diem

Ein Mann mit einem unglaublichen Stimmenumfang. Dazu kommt noch: In seinen unteren Lagen klingt der Mann wie mein Vater.

Tipperary Song

Bei diesem Lied kann ich gar nicht sagen, warum es dabei ist. Vielleicht wegen dieser Zeilen aus dem Songtext: “If I make mistakes in spelling..,“ said he,„Remember, it’s the pen that’s bad, Don’t lay the blame on me!”

Hintereinander oder durcheinander

Früher™ liefen im Fernsehen Serien immer eine Folge je Woche. Die Dramaturgie war entsprechend aufgebaut, sogar sogenannte Cliffhanger (Episoden, deren Handlung erst in der nächsten Folge aufgelöst wird) funktionierten ganz gut.

Schon mit dem Videorecorder wurden daraus dann auf Wunsch megalange Spielfilme: Man konnte ganze Folgen aufnehmen und hintereinander weg gucken. Oder kaufen. Das setzte sich dann mit DVD-Player fort und den Download-Portalen, die ganze Seasons oder bei abgeschlossenen Serien sämtliche Folgen auf einmal anboten (legal und Ikearegal).

Immerhin blieb man damit ein wenig in der Reihenfolge, denn normalerweise käme niemand auf die Idee, die Folgen nicht hintereinander zu schauen. Schließlich entwickeln sich Plot und Figuren ja über den Verlauf weiter.

Doch heute senden die Fernsehsender die Serien nicht mehr im richtigen Rhythmus. Bei vielen Serien erscheint zwar nach wie vor jede Woche alles auf dem Schirm, aber meist zwei oder drei Folgen auf einmal. Das ist als wenn man Musik mal langsam, mal schnell spielt.

Unangenehm ist es, wenn gleich mehrere Sender einer Familie die Folgen einer Serie senden. Ganz schlimm finde ich das zum Beispiel bei NCIS, das nicht nur auf Sat.1 und Kabel 1 sondern im PayTV auch noch auf 13th Street und Fox rauf und runter genudelt wird (bei den letzten zwei wenigstens werbefrei und auf O-Ton umschaltbar). Auch The Big Bang Theorie oder How I Met your Mother sowie Two and a half Men werden so oft gespielt, bis man den Eindruck hat, die Videobänder müssten ja schon ausgefranste Ränder haben.

Das gleiche gilt für die RTL-Familie und “CSI:woauchimmer” sowie “Law and Order: New York/Special Victims Unit” oder die ganzen anderen Varianten dieser Serien.

So trifft man in einer Woche auf zehn Folgen aus vier Seasons und weiß hinterher nicht mehr wo einem der Kopf steht. Selbst die tollste Serie kann einem so vergällt werden, selbst bei einem Plot, der nicht sich nicht im Laufe der Season weiter entwickelt.

Das ist dann der Moment, wo ich zum ersten Mal die verstehen kann, die entweder keinen Fernseher mehr besitzen oder sagen, weniger Programme reichen ihnen aus.

Wo rechnen sie denn?

Vor vielen Jahren, also Mitte der Neunziger bis zur Jahrtausendwende, waren für PCs & Co. die Computermessen in der Szene noch angesagt und wichtig: in den USA die Comdex und bei uns die CeBIT. Doch inzwischen haben die Großveranstaltungen für Unterhaltungelektronik auch in der Informationstechnologie das “Sagen” übernommen – wichtige Neuerungen werden eher auf der CES und der IFA präsentiert.

Bei der CES ist das kein Wunder, schließlich gibt es keine der Comdex vergleichbare Veranstaltung mehr, selbst die PC Expo, eine kleinere Fachmesse vergleichbar der Systems in München wurde wie diese inzwischen eingestellt.

Gleichzeitig entwickelt sich die CeBIT zu einer Messe, auf der nur spezielle Anbieter und die Industrie ihre Produkte abseits des Masseninteresses vorstellen. So merkt keiner, was hinter der Cloud und den Servern stecken, in denen wir nichts ahnend unsere Daten speichern.

Auch die PC-Zeitschriften beschränken sich mittlerweile nicht mehr nur auf Computer, Drucker und andere Geräte, selbst in der c’t finden sich Tests von Fernsehern oder Digitalkameras.

Ich habe damit auch kein Problem, doch leider scheint die Leistungsfähigkeit der Systeme zugunsten der Kirmesfunktionen immer mehr in den Hintergrund zu treten. Auf Comdex und CeBIT konnte und wollte man früher wenigstens noch sehen, was im Inneren der Systeme abging. Hoffentlich geht das Interesse daran nicht irgendwann gänzlich verloren.

Steve Jobs

In einer Focus des letzten Jahres gab es als Beigabe die CD mit dem Hörbuch des Buches über Steve Jobs, das zu seiner Erscheinung überall hoch gelobt worden war. Ich habe es mir in MP3 gewandelt und angehört. Offensichtlich handelte es sich dabei um eine gekürzte Version.

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Ich kann mich dem Lob, den das Buch nach seinem Erscheinen erhielt, nicht uneingeschränkt anschließen. Meine Kritik umfasst drei Ebenen: das Buch an sich, die deutsche Übersetzung und den Vortrag im Hörbuch.

Interessant ist es natürlich schon, Einblicke in das Leben eines Menschen zu erhalten, der auch einen Teil der eigenen Geschichte mit gestaltet hat. Zwar habe ich nur kurz einen Mac besessen und eine Zeitlang auch mehrere Modelle des iPhone, und auch mein nächstes Smartphone wird mit Sicherheit das neue iPhone 6. Doch als “Fanboy” oder fanatischer Anhänger allein aufgrund eines Markenbewusstseins würde ich mich nicht bezeichnen. Doch Geräte mit dem angebissenen Apfel-Symbol haben auch meine berufliche Laufbahn begleitet.

Der Autor erzählt die Geschichte in der dritten Person und lässt Jobs selbst sowie Menschen, die das Geschehene auch erlebt haben in Zitaten und Kommentaren zu Wort kommen. Sehr interessant, und man merkt, ob und wie die Menschen mit dem jeweiligen Ereignissen abgeschlossen haben oder nicht.

Der deutschen Übersetzung merkt man leider häufig die Übertragung aus dem Englischen an, wenn sich Formulierungen wiederfinden, die da üblich, bei uns aber gar nicht. So gibt es zum Beispiel “Es ist eine Sache, ob man…” oder “Er war nicht besonders gut darin, …”. Ob eine freiere Übersetzung nicht möglich oder gewünscht war, weiß ich nicht, ich hätte sie besser gefunden.

Der Text wird gelesen von Frank Arnold. An seinen betulichen Ton kann man sich vielleicht gewöhnen, nicht aber daran, dass immer wenn er Steve Jobs wörtliche Rede vorliest, sich der Ton in den eines weinerlichen trotzigen Kindes wandelt. Mit der Zeit nervt das immer mehr. Ich hätte mir hier außerdem einen jüngeren, dynamischeren Sprecher gewünscht.

Das Hörbuch dauerte etwas über neun Stunden, die ungekürzte Version nimmt wohl 26 Stunden in Anspruch – ich weiß natürlich nicht, was da wegfiel und ob es das Hörerlebnis besser gemacht hätte.

Enge Verwandte als Kunden

Auszug aus dem nie erscheinenden Buch “Goldene Regeln für Selbstständige”, Untertitel “entstanden in langen Jahren der Entbehrungen und Erfahrungen”:

Manchmal bekommt man einen Auftrag von einem nahestehenden Verwandten, der zwar um die Qualität und Zuverlässigkeit der Arbeit weiß, bei dem jedoch keinerlei Ahnung von dem geistigen und zeitlichen Aufwand einer Tätigkeit (hier: Textformatierung und Bildbearbeitung) vorhanden ist. Die Preisverhandlungen sind mörderisch.

Das Epos wird vermutlich fortgesetzt.

Der tägliche Kampf

Beobachtungen als Teilnehmer am Straßenverkehr.

  • Das Durchfahren einer gerade auf rot umgeschalteten Ampel gehört schon zur Gewohnheit, die überall praktiziert wird. Jedes Mal.
  • Fahrstreifenwechsel sind nicht erlaubt, solange auf der anderen Spur auch einer fährt. Denn der müsste ja abbremsen und einen herüberlassen. Geht garnicht.
  • Ein Kreisverkehr ist eine feine Sache, weil der Verkehr flüssiger fließt als mit einer Ampel. Und er ist eine komfortable Möglichkeit, auf einer Straße zu wenden. Versuchen Sie das mal sonst auf einer befahrenen Straße. Keine Chance.
  • Andererseits kann man auf einer Straße, auf der Autos aus einem Kreisverkehr heraus kommend fahren, kaum links abbiegen, weil sie einen ständigen Verkehrsfluss ohne Lücke bilden. Bei einer Ampel böte sich diese Lücke zwangsweise, wenn die Teilnehmer rot hätten. Denn anhalten, um einen hereinzulassen – woher denn?
  • Viele Einrichtungen an einem Auto sind noch Überbleibsel aus einer Zeit, da die Teilnehmer etwas rücksichtsvoller fuhren und sich an die Verkehrsregeln hielten. So zum Beispiel der Blinker. Der wird heute höchstens noch zum Abbiegen eingesetzt, aber nicht beim Vorbeifahren oder gar, wenn man rechts ran fährt um anzuhalten.
  • Die Strafe für das Telefonieren während der Fahrt wurde jüngst auf 60 Euro angehoben. Ich befürchte, das wird ebensowenig nützen, denn ich sehe sehr häufig Menschen, die sich einfach nicht daran halten. Mein Vorschlag wäre ja, bei einem solchen Vergehen das Handy endgültig einzuziehen und noch vor Ort zu vernichten.