Ohne Ausweg

Technologie ist ja eine feine Sache, sie hilft uns und macht das Leben immer schöner. Doch häufig führt sie uns in Sackgassen, aus denen ich zunächst keinen Ausweg sehe.

Wer mit Windows groß geworden ist, soll heißen, für wen nur dieses Betriebssystem in Frage kommt, der befindet sich zurzeit in einem kleinen Dilemma. Klein deswegen, weil zwar Version 8.1 veröffentlicht ist, es aber Windows 7 auch noch gibt. Doch das ganz neue Microsoft-Betriebssystem verursacht selbst altgedienten Hasen Bauchgrimmen bis zur ohnmächtigen Wut, weil man einfachste Funktionen erst über fünf Ecken entdecken muss.

Programme findet man nicht mehr wieder, die Systemsteuerung lässt sich nur umständlich aufrufen. Zwar sieht es so aus, als wolle Microsoft mit weiteren Updates – Update 1 zu Windows 8.1, watt’n Witz! – zurückrudern und uns wenigstens erlauben, die Büchse wieder ohne Umstände abschalten zu können. Doch das blöde Gefühl bleibt.

Andersherum ist das, was an Windows in Windows 8/8.1 geblieben ist, leider nicht für Tablets geeignet. Ich kann Dialogfelder leider nicht per Geste großziehen, damit ich die winzig kleinen Anklickfelder mit dem Finger auch treffe, bei denen das mit der Maus problemlos möglich ist. Warum Office 2013, das Meisterstück der Programmierkunst, im Windows-7-Abteil des 8er-Betriebssystems sitzt, weiß auch niemand.

Gänzlich zur Weißglut bringt einen der Zwang zur Anmeldung mit Microsoft-Konto. Kein einfaches oder weggelassenes Kennwort mehr. Hier ist alles sicher. Aber wozu das gut sein soll, weiß niemand.

Alternativen sind leider keine in Sicht. Für MacOS ist die Hardware schlicht zu teuer. Reine Tablet-Betriebssysteme von Gurgel oder Apfel sind wunderschön, aber zurzeit keine ernsthafte Alternative (und mir graut schon davor, wenn sie die Desktops einst komplett ablösen werden), vom Handy reden wir hier gar nicht erst.

Linux, ein Kommentator bei Facebook wies mich darauf hin, hätte ich beinahe vergessen. Leider gibt es Mioonen Varianten, von denen ich keiner richtig vertraue, aus zwei Gründen: durch die vielen Builds und Kernels blicken ja selbst Experten kaum durch. Und dann ist da noch immer die Sache mit der unklaren Hardwareunterstützung. Natürlich ist das auch mein Problem. Aber als Alternative zu Windows 8 möchte ich Linux anderen auch nicht unbedingt empfehlen.

Ich halte mich für einen technikaffinen Menschen, der seit den Kommandozeilenzeiten bei Microsoft und seinem System ist. Aber von diesem Windows habe ich die Schnauze voll. Und mir tun die vielen armen Menschen leid, die mit Windows 8ff. geplagt sind, weil sie nichts anderes mehr bekommen, und die hilflos vor dem System sitzen. Ohne Ausweg.

Suchspiel

Word ist schon ein hinterlistiges Stück Software. Ich benutze es seit seinen Ursprüngen. Noch nach all den langen Jahren vermag es einem Knüppel zwischen die Beine zu werfen, indem es bei einfachsten Grundfunktionen nicht so funktioniert, wie man es erwartet.

In meiner Texterhütte ist mir das ja egal, aber wenn man das anderen beibringt, ist es einfach nervig. Da muss man schon Entertainerqualitäten aufbringen, um das sperrige „ach das geht ja doch nicht so wie erwartet“ zu überspielen, etwa wenn man eine Grafik über einem Text anordnen will. Ich weiß schon, warum ich bei meinen eigenen Büchern zuletzt mit InDesign arbeitete und nicht mit dem überkandidelten Microsoft-Texteditor.

Zum Glück hat sich wenigstens die Bedienung seit Version 2007 nur marginal geändert, so dass man nur bei Sonderfunktionen wie Speichern, Drucken oder Seitenvorschau entsprechende Anleitungen anpassen muss.

to be continued. Next: Wtf ist OneNote und hat das schonmal je einer benutzt geschweige denn gebraucht?