Ich hab nichts gemacht!

In einem meiner vielen Leben bringe ich Computer anderer Menschen in Ordnung. Wenn Ihr PC nicht mehr funktioniert, wenn er zum Beispiel „toter Fisch“ spielt (Fachausdruck für Totalverweigerung) oder ein Virus behauptet, Sie hätten Ihre Festplatte mit Kinderpornos geflutet und niemanden mehr dran lässt, dann komme ich vorbei und beseitige das Problem. Meistens.

Denn interessant wird es immer, wenn man nach der möglichen Ursache der Probleme fragt. Nie hat jemand etwas vorher gemacht. Über Nacht oder während der Kaffeepause sind böse Geister in die Elektronik gefahren und haben eine unheilvolle Kette von Ereignissen ausgelöst, an deren Ende das unheilvolle Ende seiner bis dahin makellosen Karriere als elektronisches Helferlein steht.

Und doch muss etwas anderes passiert sein, aber aus unerfindlichen Gründen haben alle, aber auch ausnahmslos alle meiner bisher geschätzt 100+ Kunden keine Erinnerung mehr daran. Mit etwas Mühe bekomme ich vielleicht noch heraus, seit wann das Problem besteht. Wobei manche sogar mehrere Wochen mit einem defekten Gerät arbeiten, bevor sie sich professionelle Hilfe rufen.

Ohne Ursache ist es ungleich schwieriger, das Problem zu lösen. So versuche ich, anhand der Symptome den PC wieder zum Laufen zu bewegen, und meistens gelingt mir das auch. Doch dass ich das immer schaffe und ohne nachzuforschen würde ich nie behaupten wollen. Bis zum nächsten Mal, wenn wieder einmal jemand nichts gemacht hat.

There is no life before coffee

Meinen Kaffee bereite in einem Senseo-Automaten, bevorzugt aus zwei Pads gleichzeitig. Dementsprechend musste meine liebste Tasse auch genügend Fassungsvermögen besitzen.

Eine Tasse, die ich immer wieder gerne benutze, ist die rechte der beiden unten abgebildeten Design-Exemplare, die – Fans der ursprünglichen Version der Sesamstraße werden es sofort erkennen – Oskar aus der Mülltonne darstellen soll. Die blaue ist entsprechend das Krümelmonster, sie gehört meiner Tochter. Beide Tassen können zugehöriges Gebäck aufnehmen. Es gibt sie übrigens bei Dawanda.

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Multivitaminfilme

Manchmal, wenn die eigenen Batterien leer sind, braucht man etwas Aufbauendes, einen Kick für die Seele. Statt sich irgend einen Mist reinzuziehen, geht dann auch besonders einer dieser Filme.

18 Stunden bis zur Ewigkeit
Etwas abgelagert und mit dem Charme der Siebziger (die Frisuren! die Musik! die Art zu feiern und Urlaub zu machen!). Aber die Geschichte, wie ein fast unlösbares Puzzle gelöst wird, ist immer wieder spannend.

Apollo 13
Auch in diesem Film wird, und die wenigsten Menschen werden es während der Krise und hinterher gewusst haben, ein fast unlösbares Problem überwunden, und der wirkliche Held ist für mich nicht der Kommandant der Kapsel, sondern der von Ed Harris gespielte Chef der NASA-Schicht mit seinem legendären „Failure is not an Option!“

Die fabelhafte Welt der Amelie
Ich weiß, es gibt Menschen, die können diesen Film nicht ausstehen. Ich finde aber die vielen kleinen Aufs und Abs und auch die Boshaftigkeiten genial. Das positive Endergebnis sowieso. Um diesen Film zu würdigen, muss man französisch denken.

Der friedvolle Krieger
Diesen Film habe ich mir etwas erkämpfen müssen und seine Botschaft kommt erst zum Schluss rüber. Trotzdem sehenswert.

Das Geheimnis meines Erfolgs
Ein Klassiker und fast zu lustig, aber gerade das macht Spaß: zu sehen, wie Michael J. Fox erst andere an der Nase herumführt und dann selbst verführt wird.

Jerry Maguire
Sich lieber einer Sache ganz und mit vollem Herzen zu widmen statt auf allen Hochzeiten nur mäßige Tänze hinzulegen, das bringt einem dieser Film nah. Und auch hier ist der eigentliche Held eine Nebenrolle: der kleine Steppke der Sekretärin.

Slumdog Millionaire
Um diesen Film zu würdigen, muss man indisch denken.

Das Streben nach Glück
Wie man aus einer fast ausweglosen Situation mit Durchhaltevermögen und Liebe doch noch auf die Siegerstraße kommt, ist immer wieder überragend zu sehen. Besonders berührend ist die Szene, wenn er es geschafft hat und in der Menschenmenge seinen Erfolg genießt.

Die Verurteilten
Die Ausgangssituation des Films ist keine gute: ein Mann wird zu zweimal Lebenslänglich verurteilt, obwohl er unschuldig ist. Besonders genial ist wie hinterher gezeigt wird, dass sich auch sehr langes Durchhaltevermögen lohnt.

Vorsätze für 2014

Meine Vorsätze lassen sich mit einem (Halb-)Satz zusammenfassen: weniger F, mehr B.

Weniger Facebook, mehr Bloggen.
Weniger Fressen, mehr Bewegung.
Weniger Fleisch, mehr Beilagen.
Weniger „Fuck!“, mehr „Booah!“.
Weniger Fastfood, mehr bewusster Genuss.
Weniger fragen, mehr beantworten.

Mehr Fahrrad, weniger Bus.
Mehr Freude, weniger beleidigt sein.