Wissen ist Macht, doch ohne Machen ist Wissen nichts

Wer sich etwas aneignen will, was er noch nicht kann, hatte nie mehr Möglichkeiten als heute.

Im Internet gibt es zu fast jedem Gebiet alles, was man wissen muss. PDFs und Webseiten voller Knowhow. In Videos zeigen Laien und Experten Inhalte, für die man früher in Vorträge gehen musste. In Bibliotheken stehen alle möglichen Werke, mit denen man lernen und üben kann. Der Zugang selbst zu Fachbibliotheken ist in vielen Universitäten und Fachhochschulen auch möglich, wenn man nicht dort eingeschrieben ist.

Doch leider gibt es zwei Faktoren, die man bei der Wissensnutzung unbedingt beachten muss.

Zum Glück ist es nicht das Finanzielle. Fast alles gibt es kostenlos oder für einen geringen Obolus. Ich stöbere zum Beispiel gerne in den ausgesonderten Büchern von Fachbibliotheken. Da sich die Technik beim Integrieren nicht so schnell ändert, kann man auch mit älteren Mathebüchern prima lernen und üben.

Das Problem ist vielmehr: was brauche ich und was nicht? So ist es zum Beispiel in der Elektrotechnik sinnvoll, wenn man weiß, wie man mit Vektoren umgeht. Holt man sich jedoch ein Buch über „Lineare Algebra“ (wozu sowas gehört), dann bekommt man zum Teil mit Themen Kontakt, die einen nicht weiterhelfen, wie zum Beispiel die Ringtheorie.

Das zweite Problem: die besten Bücher bringen einem nichts, sofern sie nur im Schrank stehen. Und selbst das Lesen allein nützt nichts. Ich will hier keine wissenschaftlichen Untersuchungen zitieren, sondern viel mehr als evidenten (sprich selbst erlebten) Beweis anführen, dass man nicht umhin kommt, tatsächlich auch Aufgaben zu rechnen und zu lösen.