Jahresendfragebogen 2015

Da gibt es schon zwei – für Interessierte: 2014, 2013

Zugenommen oder abgenommen?

Mehr, trotz 2x Teilnahme am Gruppenabnehmen. Aller guten Dinge sind da hoffentlich drei.

Haare länger oder kürzer?

So kurz wie nie zuvor.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Ich muss tatsächlich öfter als früher meine Lesebrille aufziehen.

Mehr Kohle oder weniger?

Tendenz gleichbleibend (zurzeit wenigstens nicht abwärts).

Mehr ausgegeben oder weniger?

Anfangs gleich, zum Ende sogar weniger.

Mehr bewegt oder weniger?

Weniger, das hat auch das Ergebnis von Frage 1 beeinflusst.

Der hirnrissigste Plan?

Es allen recht machen zu wollen. Am Ende verloren, zum Glück nur teilweise.

Die gefährlichste Unternehmung?

In diesem Jahr war es weitgehend ungefährlich.

Die teuerste Anschaffung?

Ein neues Tablet-Notebook für 400 Euro. Oh, und ein neuer Kat fürs Auto, der gleich doppelt so teuer war.

Das leckerste Essen?

Pommes Frites mit Chili-Käse-Soße bei KFC (ernsthaft – manchmal braucht man sowas einfach).

Das beeindruckendste Buch?

Das Telefonbuch (ernsthaft – es bewahrt trotzig seine Existenz).

Der ergreifendste Film?

Na was wohl. Star Wars – The Force awakens. In meinem Düsseldorfer Lieblingskino, mit 3D und in Originalversion.

Das beste Lied?

Somewhere over the rainbow

Das schönste Konzert?

Die Tango-Show vom 3. Januar. Das war nicht schwer, denn ich hab kein anderes besucht (es war wirklich schön).

Die meiste Zeit verbracht mit…?

Lernen.

Die schönste Zeit verbracht mit…?

Immer noch: der Familie.

Vorherrschendes Gefühl 2015?

Das Ende ist in Sicht!

2015 zum ersten Mal getan?

Auf die Re-Publica gefahren.

2015 nach langer Zeit wieder getan?

Gebloggt. Für eine richtige Zeitung geschrieben.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Kündigung einer Arbeit, in der mein Herzblut steckte. Auto kommt nicht durch TÜV (siehe auch Anschaffungs-Frage). Die verlorene Lehrstelle meiner Tochter.

Die wichtigste Sache, von der ich jemand überzeugen wollte?

Noch ein Jahr, dann ist es vorbei.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

O

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Nach wie vor Vertrauen in meine Fähigkeiten (allerdings andere als im letzten Jahr).

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

„Durch Sie habe ich das so gut verstanden, dass ich es sogar anderen zeigen konnte.“

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

„Noch ein Jahr, dann ist es vorbei.“

2015 war mit einem Wort…?

Silber (damit ist schon klar, was nächstes Jahr wird).

Was kümmert es die Eiche… #kritikprofis

Als Profi, der ab und zu auch vor Publikum tätig ist, kommt es hin und wieder zu ungewollten Reaktionen, mit denen ich irgendwie umgehen muss. „PR-Doktor“ Kerstin Hoffmann hat das selbst erlebt und aus diesem Anlass eine Blogparade ins Leben gerufen, an der ich mich gerne beteilige.

Da ich verschiedene Tellerchen drehe, kommen Reaktionen auf verschiedenen Ebenen zu mir. Mein erster großer Artikel als Autor und Redakteur enthielt einen Fehler (es ging um Malprogramme, und ich behauptete, eine bestimmte Funktion gäbe es bei einer Software nicht). Sofort wurde die Redaktion mit Leserbriefen bombardiert, und ich musste mich auch mit einigen unflätigen Bemerkungen auseinandersetzen. Damals lernte ich jedoch die wichtigste Regel: Fehler gehören zum Geschäft, und die Erde dreht sich weiter. Man muss sie zugeben, korrigieren und weiter machen, auch wenn manche einen als Idioten beschimpfen.

Seit vielen Jahren bin ich auch als EDV-Trainer unterwegs, und zwar bei Menschen, die nicht selbst dafür bezahlen, sondern im Rahmen von Wiedereingliederungs-Programmen ins Arbeitsleben daran teilnehmen. Nicht jeder ist mit meiner Art oder meinen Inhalten einverstanden. Um das abzufangen, biete ich in bestimmten Abständen die Möglichkeit, Feedback zu geben. Das hatte ich anfangs nicht, und das motivierte manchen, während des Unterrichts mich mit Bemerkungen aus dem Konzept bringen zu wollen.

Eine Frau meinte sogar, mit meinem Stil überhaupt nichts anfangen zu können und zog sich anschließend komplett zurück. Ich akzeptierte das und sagte es ihr auch. Ich nehme so etwas nicht persönlich. Es ist zwar schön, wenn einen alle mögen, doch 100% Zustimmung erreicht man kaum. Bill Clinton meinte einst, ihm würden 51% reichen. Ich bin allerdings froh, wenn ich meist etwas mehr schaffe. Eine Garantie ist das Gefühl jedoch nicht.

Und wenn die Reaktion heftiger wird? Vor vielen Jahren konnte ich einen professionellen Rhetorikkurs bei Peter Palausch absolvieren. Dort lernten wir auch mit unflätigen Reaktionen aus dem Publikum umzugehen, und zwar auf die einzig richtige Art: darüber hinweg gehen. Voraussetzung hierfür ist nach meiner Erfahrung eine klare Linie, die man durch den Vortrag ziehen muss. Wenn ich fest verwurzelt bin, kann mich nichts umwerfen.

Für den Umgang mit Kritik halte ich mich auch an Vera F. Birkenbihl, die dazu in einem Buch empfiehlt, den Kritiker (bei der entsprechenden Gelegenheit) zu bitten, doch mehr zu erzählen, nachzufragen. Unsachliche Nörgler können spätestens hier nicht mehr viel dazu sagen, und aus dem Rest können wir lernen.

Also sehe ich mehrere Säulen für die Kritikfestigkeit: Ein klar durchstrukturiertes Programm, eine gute Präsentation sowie ein separates Ventil für Kritik anzubieten. Und die Einsicht, dass niemand perfekt sein kann. Selbst beim Umgang mit Kritik nicht.