Rot mit gelbem Häubchen

Bud Spencer ist tot. Damit starb für viele im Netz und auch mich ein Held meiner Jugend. Ich will kurz erklären, warum.

Der Mann stand nicht für anspruchsvolles Entertainment. Seine Filme, allein oder mit Partner Terence Hill, waren in der Regel Haudrauf-Orgien. Aber genau deswegen waren sie damals etwas besonderes. Mein erster Film mit Bud Spencer war „Zwei wie Pech und Schwefel“. Der Moment, als ich mit meinem Freund U. ins Kino ging, war besonders: endlich konnte man Gewalt anschauen und sich darüber amüsieren. Für jemand wie mich, der im bürgerlichen Umfeld groß geworden und nie ernsthaft mit damit konfrontiert worden war, etwas besonderes. Denn auch das Fernsehprogramm, so man es schauen durfte, war ja meist weichgespült.

Aber die Filme hatten auch andere Momente, deren Loriothaftigkeit einem häufig erst viel später auffiel. Etwa die Verhonepipelung der Mafia, die legendäre Chorszene oder das Autorennen. So hoffe ich, dass für Bud Spencer da oben ein Strandbuggy wartet. Rot, mit gelbem Häubchen.