20 facts about me (plus bonustracks)

Ich hab da mal nen Stock gefunden. Sowas kann ich nur schwer links liegen lassen. Wer solche Listen doof findet, kann ja zu was Erbaulichem surfen. Wer sich nicht für meine Liste interessiert, am Ende gibt es eine Liste von anderen 20er-Listen.

  1. Als Kind glaubte ich, als Erwachsener ist man immer irgendwie krank und muss Medizin nehmen. Jetzt, wo ich langsam selbst in das Alter komme, stelle ich fest: tatsächlich ist das bei vielen anderen Menschen so, nur bei mir nicht. (Treppenwitz: in dieser Woche, wo ich diesen Eintrag schreibe, haut’s mich nieder).
  2. Als Kind wollte ich nicht richtig essen. Man hat mir die Brote kleingeschnitten, mich zur Kur geschickt, offensichtlich hat nichts geholfen. Auch so ein Problem, dass sich heutzutage nicht mehr stellt.
  3. Als Kind (in so eine Liste gehören ministens drei „als Kind“, oder?) durften wir (meine Schwester und ich) keine Comics lesen. Als wir mal bei meinem Cousin waren, der viele hundert Zack-Hefte besaß, haben wir deren kompletten Bestand an einem halben Tag inhaliert.
  4. Ich kann euch nicht riechen. Nein, das kann ich wirklich nicht. Wann mir der Geruchsinn abhanden kam, weiß ich nicht, ich verdächtige eine Polypen-Operation in früher Kindheit. Das führt zu einigen Phänomenen wie dass ich mich peinlich genau an Mindesthaltbarkeitsdaten orientiere und nichts Abgelaufenes esse.
  5. Ich mag keinen Pudding und keine Speisen damit. Nix, nada niente. Und Eis auch nur in kleineren Mengen. Als Kind wäre ich wahrscheinlich der Traum meiner Eltern gewesen. Zumindest essenstechnisch. Obwohl: siehe 2.
  6. Ich rauchte nie. Ich hatte als Kind mein eigenes Schockbilderlebnis, als in einem Lehrfilm des DRK mal gezeigt wurde, wie ein Raucherbein abgenommen wurde.
  7. Ich trinke keinen Alkohol mehr. Als ich das dennoch noch mal probierte, ging es mir nicht gut. Also lass ich es sein. Ich kann das nur empfehlen.
  8. Ich bin einmal durch meine praktische Führerscheinprüfung gefallen. Meine Großeltern, die den Führerschein sponsorten, hatten dafür überhaupt kein Verständnis, nach 30 abgelegten Stunden. Im nächsten Versuch hat es dann funktioniert. Tatsächlich habe ich viele Prüfungen erst im zweiten Anlauf geschafft. Die Aufregung ist einfach so groß, dass ich nicht immer in der Lage bin, die Leistung auch abzurufen.
  9. Ich glaube an die Unendlichkeit. Also jetzt nicht im religiösen Sinne, dass ich einen Schrein mit einer liegenden 8 besitze (obwohl: eine Idee wär das vielleicht…). Sondern daran, dass von guten Dingen immer reichlich vorhanden ist und man auch da dran kommt, wenn man sich nicht von anderen davon abhalten lässt. Mit einer solchen Haltung kommt man übrigens prima über manche Krise hinweg.
  10. Ich mag jede Art von Musik. Wirklich. Jede. Das heißt nicht, dass ich alle Musikstücke gut finde, die es auf der Welt gibt. Aber ich schließe nicht persé ein Genre (z. B. Hard Rock oder Klassik) aus.
  11. Ich würde mich nicht freiwillig in Situationen oder in Länder begeben, die mir nicht gefallen oder die gar lebensgefährlich für mich sind. So frage ich mich immer, wie Menschen sich Jahr für Jahr im gleichen Ferienort amüsieren können, obwohl das Hotel schlecht, das Essen mäßig, die Strände voll und die Preise hoch sind. Oder wieso viele meinen, sie müssten mal auf den Mount Everest gekraxelt sein. Ich will da nicht hin. Es gibt so viele schöne Orte auf der Welt, sogar direkt in der Nachbarschaft, da brauche ich mir die anstrengenden, die mir nicht gefallen werden, nicht zu geben.
  12. Ich besitze mehr Schuhe als meine Frau.
  13. Ich bin ein Rechtschreibfanatiker und schreibe automatisch korrekt, nur bei das/dass versagt meine integrierte Autokorrektur. So ein Mist, dass.
  14. Ich erkenne auch solche Fehler direkt und durfte deswegen in der Redaktion nicht auf die Andrucke der gerade aktuellen Zeitung schauen, da war immer was. Ich sehe allerdings meinen Lebenszweck nicht darin, andere auf diese Fehler aufmerksam zu machen.
  15. Ich glaube, dass die Zeit mir um eine Viertelstunde voraus ist – oder umgekehrt, dass ich bei vielen Dingen genau um diesen Zeitraum zu spät dran bin.
  16. Ich versuche, mich von immer mehr Dingen zu trennen und lösen und mit immer weniger auszukommen. Ich nenne das ANTIKEA: statt ein neues Regal zu kaufen, verschenke ich lieber die Bücher, die ich sowieso nicht mehr lese oder bei denen einmalige Lektüre ausreicht.
  17. Ich denke nicht, dass man die Intelligenz, Klugheit oder sonstige positive Eigenschaften daraus extrahieren kann, ob oder wie viel jemand liest und ob das Bücher sind. Ich kenne sehr nette Menschen, die wenig bis nichts lesen und mit denen ich mich hervorragend unterhalten konnte, durchaus auch über Hochgeistiges.
  18. Ich frage mich schon: wen interessieren persönliche Vorlieben, Eigenschaften und Erlebnisse von jemandem, den man in der Regel noch nie persönlich kennen gelernt hat. Bringt dem Leser so eine Liste den Verfasser näher? Oder weiter weg? Ach was weiß ich. Mir hat das Schreiben jedenfalls Spaß gemacht, und Selbsterkenntnis ist ja der erste Weg zur Besserung. Also habe ich diese Liste vor allem für mich selbst geschrieben. Wie ich ja auch glaube, dass man meist für sich selbst blogt.
  19. Ich mag Comic Sans.
  20. Ich habe in diesen zwanzig Fakten eine Lüge untergebracht. Aber vielleicht ist dieser Punkt ja auch schon die Lüge. Oder der davor? Wer kann das schon sagen? Waren das überhaupt alles Fakten? Wenn Sie jetzt durcheinander sind, fangen Sie einfach wieder von vorne an. Oder nehmen Sie sich eine der anderen Listen vor.

1ppm

Ach komm geh wech

Bandschublade

Behindertenparkplatz

Dasnuf

fraumeike

Geborgen wachsen

Hedoniker

isablog

Marcus Brown

Orbis Claudiae

Pop64

ronsens

serotonic

Vorspeisenplatte

Wirres

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