Ode an die Siebziger (I)

Ich bin ein Kind der Siebziger. 1962 geboren fiel ein großer Teil meiner bewusst erlebten Kindheit in dieses Jahrzehnt. Ich erinnere mich vor allem an Architektur und Zukunftsträume.

Künstlichkeit war Trumpf. Beton war bei neuen Häusern, Kirchen und kompletten Innenstädten der vorherrschende Baustoff, aus Kunststoff wurden Möbel und andere Dinge des täglichen Lebens hergestellt. Das erlaubte eine fantasievolle Gestaltung, die man anschließend nie wieder sah. Holz und Stahl, natürliche Farben – das kam erst im Laufe der Neunziger nach vorne.

Die Siebziger waren bunt, aber nicht in klaren Farben, sondern vor allem knallig. Orange und Kackbraun, Lila und Pink. Neon noch nicht so sehr, das kam erst später. Mut zur Farbe ist lange schon wieder out. Grau, schwarz und Silber beherrschen unsere Welt.

Musik aus den Siebzigern war noch nicht von elektronischen Taktgebern durchgerechnet, sondern egal ob Disco, Rock oder Balladen alles größtenteils „handgemacht“. Jede Funkproduktion aus dieser Zeit schlägt um Längen den künstlichen Housemüll, der zum Teil heute produziert wird.

Vor allem war die Zukunft offen, man konnte sorgloser träumen. Bis auf die Ölkrise war Energie kein Thema, um das man sich Sorgen machen musste. Die Fronten zwischen den beiden Großmächten waren klar abgesteckt, aber die Situation eskalierte erst Anfang der Achtziger.

Coming soon: kleine Retrospektive mit Filmen und TV-Serien aus dieser Zeit

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